German resistance against Hitler/Deutscher Widerstand gegen Hitler

· Erinnerungen
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Acknowledgement: The bilingual layout used here is that developed by Peter Baskerville (see http://knol.google.com/k/globalization-and-culture-globalisierung-und-kultur-the-role-of-the-internet# )

Original Klaus Rohde. From Klaus Rohde: Satire, Politik und Kunst. ©Klaus Rohde [1]

Widerstand gegen Hitler Resistance against Hitler

Es gab zahlreiche Aktionen gegen Hitler während der Nazidiktatur. Hier besprechen wir einige der wichtigsten. Viele Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Antinazis wurden sofort nach der Machtübernahme durch Hitler in Konzentrationslager gesteckt, lange bevor die Juden öffentlich verfolgt wurden. Die meisten hatten keine “grossen” Namen und sind heute vergessen; ich erwähne einen solchen Fall aus eigener Erfahrung im letzten Beispiel unten. – Personen im Widerstand kamen aus allen Gesellschaftsschichten: Arbeiter und Akademiker, evangelische und katholische Geistliche, Offiziere und Studenten, Kommunisten und Sozialdemokraten, Republikaner und Monarchisten. – Viele sahen anfangs Hoffnung im Nationalsozialismus, der den Versailler Vertrag ausser Kraft setzen wollte, und der die Wirtschaftskrise der Grossen Depression, die Deutschland mehr als andere Länder betroffen hatte, zu beenden versprach, doch verloren ihre Illusionen bald.Georg Elser
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Georg_Elser.jpg Public domain
Georg Elser, ein schwäbischer Schreiner, versuchte am 8. November 1939 Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller in die Luft zu sprengen. Er brauchte Wochen, um eine Säule im Keller auszuhöhlen und mit Sprengstoff zu füllen. Zwei selbstgebaute Auslöser sollten die Sprengladung zu einer vorgegebenen Zeit auslösen. Elser hatte sich vorher darüber informiert, zu welcher Zeit Hitler bei derartigen Versammlungen anwesend war. Alles klappte wie geplant, doch hatte Hitler den Bürgerbräukeller unerwartet früh verlassen und entkam. Elser wurde an der Schweizer Grenze gefasst und nach Foltern und Verhören in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Kurz vor Kriegsende wurde er im Konzentrationslager Dachau auf Hitlers Befehl erschossen.

Einzelheiten hier:
http://www.georg-elser.de/dok/index.htmlhttp://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/5403/hoellenmaschine_gegen_hitler.

Dietrich Bonhoeffer [2]

public domain:

Dietrich Bonhoeffer war ein protestantischer Pfarrer und führend in der Bekennenden Kirche. Die Kirche proklamierte, dass die Nazi-Rassenideologie nicht mit dem Christentum vereinbar sei. Bonhoeffer war von Anfang an Anti-Nazi und seit 1940 aktiv in der Bewegung, Hitler zu entmachten. Er benutzte hierbei seine internationalen Beziehungen. Er wurde 1943 inhaftiert, im April 1945 wegen Aktivitäten im Widerstand zum Tode verurteilt und sofort hingerichtet, zusammen mit Admiral Wilhelm Canaris (Leiter der Abwehr), General Hans Oster und Hans von Donanyi.

http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=1954&RID=1
http://www.bonhoeffer-haus-stettin.de/index_de.html

Kardinal Graf von Galen
Clemens August Graf von Galen war Bischof von Münster während des Nazi-Regimes, 1946 zum Kardinal erhoben und 2005 seliggesprochen. In seinen Predigten machte er wiederholt seine Opposition gegen Euthanasie, erzwungende Sterilisierung, Konzentrationslager und die nationalsozialistische Erziehungspolitik klar. Seine Predigten wurden gedruckt und waren weit verbreitet, selbst unter Soldaten an der westlichen und östlichen Front. Er war verantwortlich für das Ende des öffentlichen Euthanasie-Programmes. Er unterstützte jedoch Hitlers Angriff auf die Sowjetunion und hielt die Sowjetunion anscheinend für ein grösseres Übel als die Nazis. Während der letzten Jahre des Nazi-Regimes befand er sich praktisch unter Hausarrest.

http://de.wikipedia.or/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GalenClemensAugust/index.html
http://www.vatican.va/news_services/liturgy/saints/ns_lit_doc_20051009_von-galen_ge.htmlhttp://www.heiligenlexikon.de/BiographienC/Clemens_August_Galen.html
Claus von Stauffenberg [3]
Claus von Stauffenberg war ein Offizier, der zuerst günstig von Hitler beeindruckt war. Er wandte sich radikal gegen ihn unter dem Eindruck der Reichskristallnacht 1938 und später der Besatzungspolitik im Osten. Er war führend an der Planung des Unternehmens “Walküre” beteiligt, d.h. dem Unternehmen zur Beseitigung Hitlers. Zu diesem Zweck stand er in Verbindung mit anderen Mitgliedern des Widerstandes, unter anderem General Beck und Carl Goerdeler. Bei einem Tieffliegerangriff in Nordafrika hatte er die rechte Hand, zwei Finger der linken Hand und sein linkes Auge verloren, was die Einstellung der Zünder für die beiden ursprünglich geplanten Sprengsätze beim späteren Anschlag beeinträchtigte. Am 20. Juli 1944 plazierte er eine Tasche mit der Bombe dicht neben Hitler im Führerhauptquartier Wolfsschanze in Ostpreussen. Er verliess den Raum, die Bombe explodierte und Stauffenberg war überzeugt, dass Hitler getötet worden sei. Er flog nach Berlin, um an der weiteren Durchführung des Planes mitzuwirken. Hitler überlebte jedoch und Stauffenberg und andere wurden gefasst und standrechtlich erschossen. Auch Erwin Planck, der Sohn Max Plancks, wurde vor Gericht gestellt und hingerichtet[4].

http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=488&RID=1
http://de.wikipedia.org

Edelweisspiraten
Als Edelweisspiraten bezeichneten sich nicht koordinierte Gruppen von Jugendlichen, die sich von der reglementierten Hitlerjugend und dem BDM absetzen wollten. Sie trugen oft ein Edelweissabzeichen (anscheinend in Verspottung Hitlers, dessen Lieblingsblume Edelweiss war), und lokale Gruppen benutzten unterschiedliche Namen. Man kann sie nicht eigentlich als Widerstandskämpfer ansehen, sondern sie waren freiheits-hungrige Jugendliche. Sie prügelten sich gelegentlich mit Hitlerjungen, doch waren in einigen Fällen auch in ernsthaftere anti-Nazi Aktivitäten wie die Verbreitung von Anti-Nazi Propaganda und die Unterstützung von Deserteuren verwickelt. Gegen Ende des Krieges wurden einige Mitglieder einer Gruppe in Köln erhängt. Viele setzten ihrer Aktivitäten nach dem Kriege fort, die nicht selten gegen die Besatzungsmächte gerichtet waren. In der Ostzone wurde die Mitgliedschaft bei den Edelweisspiraten mit langjährigen Gefängnisstrafen belegt.

http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/5105/_wenn_die_hitlerjungen_flitzen.html

Die Weisse Rose (Hans und Sophie Scholl, Christof Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf, Professor Kurt Huber)
Die Geschwister Scholl waren zuerst positiv vom Nationalsozialismus beeindruckt. Hans Scholl nahm sogar am Parteitag der NSDAP in Nürnberg 1935 teil, trat unter den dabei empfangenen Eindrücken jedoch aus der HJ aus und wurde stattdessen Mitglied in der verbotenen Deutschen Jungenschaft 1.11. 1937 wurden die Geschwister Scholl von der Gestapo verhaftet und Hans war fünf Wochen inhaftiert. Als Studenten an der Universität München lernten sie Christof
Probst, Alexander Schmorell und Willi Graf kennen. Sie verteilten anti-Nazi Flugblätter (“Weisse Rose”) und veröffentlichten 1942/43 fünf Ausgaben der “Weißen Rose”. Professor Kurt Huber schloss sich der Gruppe ebenfalls an. Bei Verteilen der 6. Ausgabe der Weissen Rose wurden sie gefasst, am 22. Februar 1943 zum Tode verurteilt und sofort hingerichtet.

http://www.yolanthe.de/biograf/scholl.htm
http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/widerstand/weisserose/
http://www.bpb.de/themen/HKQ6B3,0,0,Sophie_Scholl_und_die_Wei%DFe_Rose.html

Kreisauer KreisDer “Kreisauer Kreis” war ein Mittelpunkt der Opposition zu Hitler, mit etwa 20 national-konservativen, christlichen und sozialdemokratischen Mitgliedern, zum Teil aus altem preussischem Adel wie Helmuth James von Moltke und Peter Yorck von Wartenburg. Mitglieder waren unter anderem Eugen Gerstenmaier (später in der CDU und Bundestagsvorsitzender) und Julius Leber (Sozialdemokrat,1945 hingerichtet). Der Kreis besass auch zahlreiche Sympathisanten. Man plante die Schaffung einer neuen staatlichen Ordnung für Deutschland für die Zeit nach der Entfernung Hitlers. Es wurde Kontakt mit dem Widerstand in der Armee und anderen Gruppen aufgenommen. Man wollte Hitler absetzen und vor Gericht stellen. Einige Mitglieder schlossen sich später der Operation Walküre an (siehe Claus von Stauffenberg).
http://www.kreisau.de/kk.html
http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Zentrale%20Institute/IWT/FWG/Frauenwiderstand/Kreisauer_Kreis.html
http://www.moston.de/phil/writings/widerstand/widerstand09.php3
http://www.gdw-berlin.de/literat/bi-6e-d.php

General Ludwig Beck

Bundesarchiv Bild 183-C13564, Ludwig Beck.jpg This file is licensed under CreativeCommons AttributionShareAlike3.0Germany
Generaloberst Ludwig Beck war Generalstabschef von 1935 bis 1938 (als er zurücktrat). Obwohl er zuerst positiv von Hitler beeindruckt war, versuchte er, die Invasion der Tschechoslovakei zu stoppen und ging selbst soweit, sich mit dem Aussenministerium Grossbritaniens in Verbindung zu setzen und zu überreden, Hitler keine Zugeständnisse zu machen. Das Münchener Abkommen untergrub ihn. 1943 versuchte er zweimal, Hitler umzubringen, aber ohne Erfolg. Generalfeldmarschall Rommel war 1944 zu einem Coup bereit unter der Bedingung, dass Beck Kopf der neuen Regierung würde. Beck war führend daran beteiligt, den Anschlag auf Hitler am 20.Juli 1944 vorzubereiten (siehe Claus von Stauffenberg). Es war geplant, ihn zum Leiter der neuen provisorischen Regierung zu machen. Nach dem Fehlschlag des Anschlages wurde er von General Fromm, dem Führer des Ersatzheeres um Berlin, festgenommen und zum Selbstmord gezwungen (ohne Erfolg, er verwundete sich nur schwer und ein Soldat musste ihn erschiessen). Fromm wurde selbst von Goebbels, dem Gauleiter von Berlin, festgenommen und später hingerichtet.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BeckLudwig/index.html

Pastor Niemöller

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Martin Niemöller war ein Patriot, der im ersten Weltkrieg ein U-Boot kommandierte. Die Weimarer Republik beeindruckte ihn nicht und er stand dem Aufstieg Hitlers zur Macht positiv gegenüber. Seine Haltung änderte sich nach einem Treffen zwischen ihm, zwei protestantischen Bischöfen und Hitler, bei dem der politische Druck auf die Kirchen diskutiert wurde. Sein Telefon war von der Gestapo angezapft worden. Im Mai 1934 gründete er und andere die Bekennende Kirche, in Opposition zur staatlich gestützten “Deutschen Reichskirche”. Seine weit zirkulierten Predigten waren Nazi-kritisch. In den folgenden Jahren wurde er mehrfach verhaftet, verbrachte über sieben Monate in Einzelhaft, wurde vor Gericht gestellt und verurteilt, und in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau gebracht. Er wurde erst am Ende des Krieges befreit.

http://www.kirchenlexikon.de/n/niemoeller_m.shtml

Carl Goerdeler
Carl Friedrich Goerdeler war konservativ-monarchistisch gesinnt und 1930 bis 1937 Oberbürgermeister von Leipzig. Als Ende 1936 das Denkmal Mendelsohn-Bartholdis in Leipzig entfernt wurde, trat er aus Protest von seinem Amt zurück und benutzte Auslandsreisen, um gegen den Nationalsozialismus zu propagieren. Als der Krieg ausbrach, verstärkten sich seine Aktivitäten und führten zur Bildung des “Goerdeler-Kreises”, einem Mittelpunkt des geistigen Widerstandes, mit Verbindungen zu anderen oppositionellen Gruppen. Nach dem Fehlschlag des Unternehmens Walküre am 20. Juli 1944 wurde er vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung erfolgte im Februar 1945.

http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedrich_Goerdeler
Carl von Ossietzky

Lizens: Bundesarchiv Bild 183-93516-0010, Carl von Ossietzky.jpg
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Carl von Ossietzky war ein deutscher Journalist und radikaler Pazifist, der schon vor Ausbruch der Ersten Weltkrieges, aber insbesondere nach seiner Teilnahme an der Schlacht um Verdun, während und nach dem Krieg aktiv gegen den Krieg propagierte, zuletzt als Chefredakteur der einflussreichen Zeitschrift “Weltbühne”. Schon vor der Machtübernahme durch die Nazis wurde er wegen der Verrates militärischer Geheimnisse gerichtlich verurteilt. Er lehnte die Auswanderung nach der Machtübernahme durch die Nazis ab, wurde 1933 nach dem Reichtstagsbrand von der Gestapo verhaftet und gefoltert, und in ein Konzentrationslager eingeliefert, wo er sich eine schwere Tuberkulose zuzog. 1936 wurde er in ein polizeiliches Krankenhaus überstellt. 1936 wurde ihm der Friedensnobelpreis rückwirkend für 1935 verliehen, eine kontroverse Verleihung, sogar von vielen Leuten in Norwegen, auch dem König , verurteilt (der König lehnte es ab, an der Verleihungszeremonie teilzunehmen). Die Nazis erlaubten ihm zwar, den Preis anzunehmen, er durfte zur Entgegennahme des Preises aber nicht nach Oslo reisen. Als Folge der Verleihung an Von Ossiezky ordnete Hitler an, dass kein Deutscher einen Nobelpreis mehr annehmen dürfe. 1938 starb Von Ossietzky als Folge der Folterungen und Tuberkulose, noch immer im Krankenhaus unter Polizeiaufsicht stehend.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/OssietzkyCarl/index.html

Innere und Äussere Emigration
Viele Antinazis verliessen Deutschland kurz vor oder nach der Machtübernahme durch Hitler Anfang 1933. Hierzu gehörten einige der bedeutendsten deutschen Wissenschaftler (Einstein, Schruodinger, Born), Autoren (Thomas und Heinrich Mann[5][6], Bertolt Brecht, Walter Benjamin, Stefan Zweig[7], Oskar Maria Graf[8], Klaus Mann[9]), Künstler (George Grosz[10]und Käthe Kollwitz), Film-/Theaterregisseure (Max Reinhardt[11], Fritz Lang[12]) und Politiker (Willy Brandt[13]). Sie setzten ihre Kritik des und Aktivitäten gegen den Nationalsozialismus im Ausland fort. Andere hatten entweder nicht die Gelegenheit zu gehen oder blieben bewusst in Deutschland, wo sie sich oft im kleineren Kreis, manchmal aber auch öffentlich gegen die Diktatur äusserten. Hierzu gehörten zum Beispiel Erich Kästner[14]und Käthe Kollwitz[15]. Kurt Tucholsky nahm sich in Schweden das Leben, Walter Benjamin in Frankreich.

Besonders aktiv im Ausland waren unter anderem Fritz Lang und Bertolt Brecht, die in den USA gemeinsam den Film “Hangmen Also Die” drehten, Heinrich Mann, der schon in Paris zum Ehrenvorsitzenden des “Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller” und zum Präsidenten der “Deutschen Freiheitsbibliothek” berufen wurde, Oskar Maria Graf, der öffentlich dagegen protestierte, dass seine Bücher nicht mit denen anderer verboten und verbrannt wurden (was dann in der Universität München nachgeholt wurde), und Klaus Mann, der besonders durch seinen auch verfilmten Roman Mephisto berühmt wurde, in dem die Karriere eines genialen Schauspielers (Gustaf Gründgens) unter den Nazis dargestellt wurde.

Unter den in Deutschland verbliebenen musste Carl von Ossietzky einige Zeit im Konzentrationslager zubringen und Erich Kästner wurde mit Schreibverbot belegt.

Aber auch einige Prominente, die sich mit dem Regime arrangiert hatten, halfen in individuellen Fällen Antinazis, dem schlimmsten zu entkommen. Gustaf Gründgens[16], der wohl berühmteste Schauspieler und Regisseur der Nazizeit, half dem von der Gestapo gefassten kommunistischen Schauspieler und Sänger Ernst Busch unter erheblichen Risiko für sich selbst, der Todesstrafe zu entgehen.

Poldi

Die bisher besprochenen Beispiele behandeln Personen, die entweder durch spektakuläre Aktionen oder exponierte Positionen als besonders wichtig gelten. Die grosse Mehrzahl der Widerständler waren aber kleine Leute, die bald aus der Vorstellungswelt der Normalbürger verschwanden. Kommunisten und Sozialdemokraten waren der Aufmerksamkeit der Nazibehörden besonders sicher, aber auch viele andere handelten aufgrund ihrer Überzeugung gegen die Nazidiktatur. Ich stelle einen Fall aus meiner eigenen Erfahrung dar, und zugleich auch, wie sich das Leben zu jener Zeit in den Augen eines Kindes und Jugendlichen darstellte. Übrigens: ich war kurz vor Ende des Krieges 13 Jahre alt geworden, also in einem Alter, wo man vieles durchaus klar sehen konnte und verstand. Was spielte sich so ab, und was sah man vom Widerstand?
Brandenburg/Havel, in den dreissiger Jahre so etwa 80-90000 Einwohner. Eine historische über 1000 Jahre alte preussische Garnisons- und Industriestadt, Kasernen, grosses Stahlwerk, Arado-Flugzeugwerke und zwei Flugplätze, Opel-Lastwagen Werke, Motorenwerke, um nur die wichtigsten zu nennen. Politisch immer links: Sozialdemokraten und Kommunisten, also nicht sehr populär bei Hitler, der sich hier – wenn ich mich nicht irre – nie sehen liess. Nach dem Krieg in der Ostzone Ort der ersten FDJ-Tagung, vielleicht auch deswegen, weil Erich Honneker die Nazizeit im Zuchthaus Brandenburg zugebracht hatte, gemeinsam mit Ernst Busch, dem Kommunisten und Freund Bertolt Brechts, berühmter Sänger und Schauspieler. Aber nicht nur das Zuchthaus Brandenburg, es gab auch ein Gefängnis in der Innenstadt, und eine “Verrücktenanstalt” nahe dem Zuchthaus in der Peripherie, die anscheinend im Euthanasie-Programm mitmachte.
Ich wohnte etwa fünf Minuten (zu Fuss) vom Gefängnis in der Innenstadt, und bin jeden Tage auf dem Wege zur Schule daran vorbeigelaufen. Das Gefängnis völlig “tot”, d.h. keinerlei Aktivitäten, und ich bin mir nicht sicher, dass wir überhaupt wussten, dass es sich um eine Gefängnis handelte. Nach dem Krieg allerdings: eine grosse Mahntafel: “Hier haben die Faschisten den xxxxxxx umgebracht”. Ferner, in den ersten Nachkriegsjahren die GPU (sowjetische politische Polizei)-Zentrale von Brandenburg, und zu diesem Zweck beträchtlich vergrössert durch Einbeziehung einiger mehrstöckiger Häuser in der Strasse, in der ich wohnte. Ich weiss nicht, wie viele hier in den ersten Nachkriegsjahren umgebracht wurden.Das Zuchthaus: einige Male sahen wir Strassenbahnen mit Anhängern, die nicht offene, sondern vernagelte Fenster hatten, vom Bahnhof zum Zuchthaus fahren. Sie transportierten offensichtlich “Verbrecher”, aber wir wussten nicht, dass es vielleicht politische “Verbrecher” waren. Das lernten wir erst nach dem Kieg, und jetzt komme ich zu Poldi.

Poldi ist der Spitzname,dem wir unserem neuen (1945) Geschichtslehrer gaben. Er hatte mehrere Jahre im Zuchthaus Brandenburg zugebracht. Wir hörten (ich kann das aber nicht dokumentarisch belegen), dass er Feldwebel gewesen sei und bei Anfang des Krieges vor der Truppe gesagt haben soll: “Wenn wir diesen Krieg gewinnen wollen, müssen wir erst die SS loswerden”. Man machte ihmden Prozess und er wurde zum Tode verurteilt, dann aber zu lebenslänglicher Haft begnadigt. Er starb nach einigen Jahre an einer Tuberkulose, die er sich während der Haft zugezogen hatte.Dies also in memoriam Poldi, als Stellvertreter der tausenden oder zehntausenden oder hunderttausenden kleinen Leute, die es wagten, aufzumucken und dafür zahlen mussten.

Widerstand viel weiter verbreitet als oft angenommen (Beispiel Dortmund)

Josef Alvermann, Baden-Baden, hat mir erlaubt, seinen Kommentar (siehe Comments) auch hier einzufügen.

Ohne auch nur auf die zahlenmäßige Größe des Widerstands hinzuweisen, berichten Funk, Fernsehen und Presse leider fast immer nur über dieselben Widerstandskämpfer, die sich auch publicitymäßig von ihren vielen gleich mutigen Leidensgenossen hervorheben. Daher kennt die Öffentlichkeit fast nur sie, so dass der unbefangene Leser vor allem im Ausland annehmen muss, tatkräftiger Widerstand sei eine Sache weniger Menschen gewesen, vorwiegend individualistischer ‘Freidenker’, militärischer (Planck, Rommel), elitärer (von Stauffenberg), kirchlicher (Niemöller, Bonhoeffer) oder mutiger unvorsichtiger Einzelner (wie Poldi.) In Wirklichkeit gab es beispielsweise in der damals 340 000 Einwohner zählenden Stadt Dortmund neben der organisierten kommunistischen Gegnerschaft und ähnlichem sozialdemokratischen Widerstand (Ortsgruppenleiter Josef Leinberger wurde in Dachau ermordet) die unterschiedlichsten Gruppierungen, die im Untergrund tätig waren. Ich erwähne die illegalen Gruppen der Naturfreunde sowie den Freien Wanderbund, den Kreis um den Arbeitersport, aus dem sich August Braun mit einer Handgranate in die Luft sprengte, als die Gestapo ihn verhaften wollte, und die über hundert Mitglieder zählende Gruppe Winzen, die sich aus der Freidenkerjugend rekrutierte, deren Vordenker Paul Winzen und Josef Kasel in Plötzensee hingerichtet wurden, wo allein 3000 Widerständler in den langen 12 Jahren des Tausendjährigen Reichs ihr Leben ließen. Darüberhinaus wurden von den vielen hunderten verurteilter Dortmunder Widerstandskämpfer rund einhundert in Konzentrationslager eingewiesen, deren Terror fünfundzwanzig nicht überlebten. Doch auch die genauen Unterlagen der Bürokratie geben nicht einmal über die hingerichteten Widerstandskämpfer vollständig Auskunft. Allein in Dortmund wurden im Rombergpark noch nach Kriegsende (19. 4. 45) fünfundzwanzig durch Genickschuss getötete Personen gefunden, darunter eine Frau und der blinde Paul Pietzko (mit Blindenhund), der als Verbindungsmann zu Dortmunder Kommunisten tätig war. – Rechnet man zu den vielen entdeckten die wohl nicht seltenen unentdeckt gebliebenen Widerständler hinzu und gar die vielen Fälle, von denen die Überlebenden des 3. Reichs achtungsvoll sprachen, dass Augen- und Ohrenzeugen tapferer Worte und Handlungen (im Gegensatz zum Fall Poldi) die Sache mutig übergingen und verschwiegen, so ergibt sich ein ganz anderes Bild. Wir Heutigen leben in Staaten, in denen niemand vergleichbare heroische Taten vollbringen muss, doch etwas mehr Zivilcourage, um gegen die Auswüchse unserer Gesellschaft und mafiaartige Machenschaften anzugehen, wäre sehr nützlich und würde zugleich den seltenen Mut der Gegner des Naziterrors ehren.
(Josef Alvermann, Baden-Baden)

Literatur: Stadt Dortmund, Stadtarchiv (1981) “Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945”. Zweite Auflage, 336 Seiten, 1040 Abbildungen.

Eine Dauerausstellung in Dortmund befasst sich ebenfalls mit diesem Thema.

There were numerous instances of resistance against Hitler during the Nazi dictatorship. Here we discuss some of the most important ones. Many communists, social democrats and other anti-Nazis were put into concentration camps more or less immediately after Hitler took over power, long before the open persecution of jews. Most had no “great” names and are today forgotten; I mention such a case as the last example below. – Persons in the resistance were from all layers of society: workers and academics, protestant and catholic clergy, officers and students, communists and social democrats, republicans and monarchists. – Many looked at first with some hope at National Socialism, which promised to abrogate the Treaty of Versailles and to end the economic crisis of the Great Depression, which had affected Germany more than other countries, but soon lost their illusions. A brief overview on the German resistance in English can be found here .
Georg Elser
Georg Elser, a Swabian carpenter, attempted to blow Hitler up in the Munich Bügerbräukeller on 8 November 1939. It took him weeks to hollow out a pillar in the cellar (a pub) and to fill it with explosives. Two self-made triggers were supposed to release the explosion at a pre-set time. Elser had previously gathered information about the time at which Hitler was always present at such meetings. Everything went according to plan, but Hitler left the Bürgerbräukeller unexpectedly early and escaped. Elser was captured at the Swiss border and transferred to the concentration camp Sachsenhausen after torture and interrogations. He was shot on Hitlers orders shortly before the end of the war in the concentration camp Dachau. Details here:
http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,586094,00.html
http://user.cs.tu-berlin.de/~schwartz/pmh/elser/vita.html http://www.gdw-berlin.de/bio/ausgabe_mit-e.php?id=24

Dietrich Bonhoeffer
Dietrich Bonhoeffer was a Protestant pastor and leading in the “Bekennende Kirche” (Confessing Church). The Church expressedly stated that NS race ideology was incompatible with Christianity. Bonhoeffer was anti-Nazi from the beginning but became actively involved in overthrowing the regime in 1940, using his international connections. He was arrested in 1943, sentenced to death and executed for resistance activities in April 1945, together with Admiral Wilhelm Canaris (Head of Military Intelligence), General Hans Oster and Hans von Donanyi.

http://www.iep.utm.edu/bonhoeff/
http://arts.uwaterloo.ca/~diebon06/index.html
Kardinal Graf von Galen
No copyright. From here .
Clemens August Graf von Galen was Bishop of Münster during the Nazi-regime, became a Cardinal in 1946 and was blessed in 2005. In his sermons he repeatedly stated his opposition to euthanasia, forced sterilization, concentration camps, and Nazi-measures in education. His sermons were reproduced and circulated widely, even among soldiers at the Western and Eastern fronts. He was responsible for the end of the open euthanasia program. However, he supported Hitler’s invasion of the Soviet Union and generally seems to have considered the Soviet Union as a greater evil than the Nazis. For the last years of Nazi rule he was under virtual house arrest. http://en.wikipedia.org/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen http://www.gdw-berlin.de/bio/ausgabe_mit-e.php?id=274 Claus von Stauffenberg
public domain: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg_small.jpg
Claus von Stauffenberg was an army officer who was at first favourably impressed by Hitler. He turned radically against him after the anti-Jewish progrome in 1938 (the “Kristallnacht”) and was a leading figure in the movement to remove Hitler, the “Operation Walküre”. For this purpose he was in contact with other members of the resistance including General Ludwig Beck and Carl Goerdeler. During an arial attack in North Africa he had lost his right hand, his left eye and two fingers of the left hand, a fact which somewhat hampered the assassination attempt later. On 20 July 1944 he planted a bomb very close to Hitler at the Führerhauptquartier, the “Wolfsschanze”, in East Prussia. He left the room, the bomb exploded and he flew to Berlin convinced that Hitler was dead. However, Hitler survived, Stauffenberg and others were caught and shot. Erwin Planck, the son of Max Planck, among many others, was also executed [4] . http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/GERstauffenberg.htm
http://www.moreorless.au.com/heroes/stauffenberg.html Edelweisspiraten
Edelweisspiraten is a collective term for various youth groups which did not like the reglemented activities of the Hitler Youth and the BDM (Union of German Girls) and often had street fights with them. They wore Edelweiss badges, apparently in mockery of Hitler (Edelweiss was Hitlers favoured flower), and local groups tended to use different names. In some cases they also engaged in anti-Nazi activities by distributing, for example, anti-Nazi propaganda and helping army deserters. Towards the end of the war several of them were executed in Cologne. Many continued their activities after the war, sometimes directed against the occupying powers. In the Soviet zone membership in the Edelweisspiraten was automatically punished by long-term imprisonment. http://en.wikipedia.org/wiki/Edelweiss_Pirates Die Weisse Rose (Hans und Sophie Scholl, Christof Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf, Professor Kurt Huber)
Hans und Sophie Scholl were at first positively impressed by National Socialism and Hans even took part in the Parteitag der NSDAP (the annual national meeting of the Nazi party) in Nürnberg 1935. However, under the impression of the Parteitag he resigned from the HJ (the Hitler Youth) and joined instead the illegal Deutsche Jungenschaft 1.11. Hans and Sophie Scholl were captured by the Gestapo in 1937 and Hans was imprisoned for five weeks. As students at the University of Munich they later met Christof Probst, Alexander Schmorell und Willi Graf. They distributed anti-Nazi pamphlets (the “White Rose”) and published five editions of it in 1942/43. Professor Kurt Huber also joined the group.They were captured by the Gestapo while distributing the 6th edition, sentenced to death on 22 February 1943 and immediately executed. http://www.historyplace.com/pointsofview/white-rose1.htm http://hs.riverdale.k12.or.us/~dthompso/german/wrose/
Kreisauer Kreis The Kreisau Circle was a centre of opposition to Hitler, with about 20 national-conservative, Christian and social democratic members. Some belonged to the old Prussian aristrocracy like Helmuth James von Moltke and Peter Yorck von Wartenburg. Others included for example Eugen Gerstenmaier (later in the CDU = Christian Democratic Party, and Chairman of the Bundestag = Federal Parliament) and Julius Leber http://en.wikipedia.org/wiki/Kreisau_Circle
(social democrat, executed 1945). The circle had many sympathisers. It planned a new national order for Germany after the removal of Hitler. Contact was established to the resistance in the army and other groups with the aim to remove Hitler from power and try him in court. Some members later joined Operation Walkyrie (see Claus von Stauffenberg). General Ludwig Beck
Colonel General Ludwig Beck was Chief of the General Staff from 1935 to 1938 (when he resigned). Although at first favourably impressed by Hitler, he tried to stop the invasion of Czechoslowakia, even going so far that he contacted the Foreign Office of Britain, advising it against any concession to Hitler, but was undercut by the Munich agreement. In 1943, Beck planned two attempts to assassinate Hitler, without success. Fieldmarshall Rommel, in 1944, appears to have agreed to a coup if Beck became Head of State. Beck was a leading figure in the attempt to kill Hitler on July 20, 1944 (see Claus von Stauffenberg). The plan was that he should become the Head of a provisional government. When the attempt failed, he was arrested by General Fromm, head of the home (replacement) army around Berlin, and forced to commit suicide (unsuccessfully, he only wounded himself badly and a soldier had to complete the job). Fromm was arrested himself by Goebbels as Gauleiter of Berlin and later executed.
http://www.answers.com/topic/ludwig-beck
http://padresteve.wordpress.com/2009/09/08/the-
Pastor Niemöller
Martin Niemöller was a patriotic German, commandant of a U-boat in the First World War. He was not impressed by the Weimar Republic and favoured the rise of Hitler to power. His attitudes changed at a meeting of himself, two Protestant bishops and Hitler, at which political pressures on the churches were discussed. His telephone had been tapped by the Gestapo, and he now opposed the Nazi dictatorship. In May 1934 he and others formed the Confessing Church, in opposition to the state sponsored “Deutsche Reichskirche”, and his widely known sermons were very critical of the Nazis. In the following years he was arrested several times, spent over seven months in 1937 in solitary confinement, put on trial and sentenced, and put into the Sachsenhausen and later the Dachau concentration camps. He was liberated at the end of the war.
http://www.ushmm.org/wlc/article.php?lang=en&ModuleId=10007391
http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/GERniemoller.htm Carl Goerdeler

GNU-Lizenz für freie Dokumentation
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The conservative-monarchistic Carl Friedrich Goerdeler was Lord Mayor of Leipzig from 1930-1937. He resigned in protest when the memorial to Felix Mendelssohn-Bartholdi in Leipzig was removed at the end of 1936. He used trips abroad to propagate against the Nazis. At the outbreak of war his activities increased, leading to the formation of the “Goerdeler-circle”, a centre of resistance to Hitler, with contacts to other resistance groups. After the failure of Operation Walkyrie on 20 July 1944 he was tried and sentenced to death. Execution followed in February 1945.
http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/GERgoerdeler.htm http://www.gdw-berlin.de/bio/ausgabe_mit-e.php?id=30

Carl von Ossietzky
Carl von Ossietzky was a German journalist and radical pacifist who, even before the beginning of the First World War, but especially after fighting at Verdun in the war, actively wrote against the war, in his last years as editor of the influential journal “Weltbühne”. Even before the Nazis came to power, he was tried in court for publishing military secrets. He refused to emigrate after the Nazis came to power, and was imprisoned and tortured in concentration camps by the Gestapo in 1933, after the burning of the Reichstag. After contracting a serious tuberculosis, he was transferred to a hospital run by the secret police in 1936. He was awarded the Nobel Prize for peace retroactively for 1935 in 1936, a controversial award, condemned even by many people including the king in Norway, who refused to attend the award ceremony. The Nazis allowed him to accept the prize, but he was not allowed to travel to Oslo to receive it. As a consequence of the award to Von Ossietzky, Hitler ordered that Germans could not accept future Nobel prizes. Von Ossietzky died in 1938 as a consequence of torture and tuberculosis, still in hospital under police observation.
http://en.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Ossietzky http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/OssietzkyCarl/index.html
Inner and outer emigration
Many anti-Nazis left Germany shortly before or after the rise to power of Hittler at the beginning of 1933, including some of the most important German scientists
(Einstein, Schrödinger, Born), authors (Thomas and Heinrich Mann [5] [6] , Bertolt Brecht, Walter Benjamin, Stefan Zweig [7] , Oskar Maria Graf [8] , Klaus Mann [9] ), artists (George Grosz [10] ), film-/theatre directors (Max Reinhardt [11] , Fritz Lang [12] ) and politicians (Willy Brandt [13] ). They continued their criticisms of and activities against national socialism abroad. Others either did not have the chance to leave or chose deliberately to remain in Germany, where they spoke against the dictatorship in smaller circles but sometimes publicly. These include for example Erich Kästner [14] and Käthe Kollwitz [15] .
Kurt Tucholsky committed suicide in Sweden, Walter Benjamin in France. Particularly active abroad were, among others, Fritz Lang and Bertolt Brecht, who jointly made the movie
“Hangmen Also Die” in the USA, Heinrich Mann who was elected honourary chairman of the
“Schutzverband Deutscher Schriftsteller” (Union for the Protection of German Writers) and president of the “Deutsche Freiheitsbibliothek” (German Liberty Library), Oskar Maria Graf, who publicly protested against the omission of the nazis to ban and burn his books together with those of others (it was then done at the University of Munich), and Klaus Mann, who is famous in particular for his novel Mephisto, in which he describes the career of an ingenious actor (Gustav Gründgens) under the Nazis. Among those that remained in Germany, Carl von Ossietzky spent some time in a concentration camp,
and Erich Kästner was forbidden to publish. However, some who had arranged themselves with the regime also lent help to anti-Nazis to escape the worst in individual cases. Gustaf Gründgens [16] , arguably the most famous actor and theater director of the Nazi period, at considerable risk to himself, helped the communist actor and singer Ernst Busch to evade the death penalty.
Poldi
The examples discussed to this point deal with persons who are considered important because of spectacular actions or exposed positions. The vast majority of people in the resistance however were “small” people who soon disappeared from the memory of normal citizens. Communists and social democrats could be particulary certain to attract the attention of Nazi authorities, but many others also acted on the basis of their conviction against the Nazis. I describe one case from my own experience, and at the same time how life in those days appeared in the eyes of a child/juvenile (I had just turned 13 before the end of the war). What happened, and what did one see of the resistance?

Brandenburg/Havel, in the thirties about 80-90000 inhabitants, a historical, over 1000 year old Prussian garrison- and industrial city, many military barracks, large steel plant, Arado-aeroplane factory, two airstrips, Opel lorry factory, motor factory, to mention only the most important ones. Politically always left: social democrats and communists, therefore not very popular with Hitler, who – if I remember correctly – never showed his face there. After the war the place where the first meeting of the FDJ (the Communist youth organization) took place, perhaps also for the reason that Erich Honneker had spent the Nazi years in the Zuchthaus (jail) Brandenburg, jointly with Ernst Busch, the communist friend of Bertolt Brecht, famous singer and actor. But not only the Zuchthaus in the periphery of the town, also a smaller jail in the center, and a mental asylum, which apparently was involved in the euthanasia programme. I lived about five minutes (on foot) from the jail and had to pass it every day on the way to school. What did I see? The jail totally “dead”, i.e. no sign of any activities, and I am not sure that we even knew that this was a jail, and certainly not one for political prisoners. After the war however, a large memorial plate :”Here xxxxxx was killed by the fascists”. Also, the prison now (1945) vastly enlarged by incorporating several large multi-storey buildings, serving as the centre for the GPU (Soviet Secret Service). I don’t know how many people were killed in the buildings in the post-war years, now very active indeed and swarming with GPU soldiers. The Zuchthaus: several times we saw trams on the way to it with wagons that had not open but nailed up windows. Obviously they transported “criminals”, but we did not know that they might be political prisoners. We learned about this after the war, and now we come to Poldi. Poldi was the nickname we gave to our new (1945) history teacher. He had spent several years in the Zuchthaus Brandenburg. We heard (but I have no documentary evidence) that he had been a sergeant major in the army and had said in front of the troupe “if we want to win this war, we first have to get rid of the SS”. He was court-martialled, sentenced to death but pardoned to life in prison. He died several years later from tuberculosis which he had contracted in prison.Therefore, this in memoriam of Poldi, standing for the thousands or ten thousands or hundred thousands of small people who dared to stand up and paid for it.

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