Die Ideologie der amerikanischen Politik/The Ideology of American Politics

· Ökonomie, Economics, Politik
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Background

Amerika ist die einzige zur Zeit bestehende Supermacht. Es ist daher wichtig zu verstehen, welche Prinzipien ihrer Politik zugrunde liegen. Warum unterhält sie, zum Beispiel, grosse und teure Militärstützpunkte in der Bundesrepublik Deutschland, Ägypten, Okinawa Japan, Columbien (gleich sieben), um nur einige zu nennen. Ich benutze kompakte Zusammenfassungen von Teilen eines neuen Buches von Noam Chomsky [1], durch einige Zitate unterstützt, um eine Antwort zu finden.

America is the single superpower existent today. It is therefore important to understand the principles underlying its politics. For example, why does it maintain large and expensive military bases in Germany, Egypt, Okinawa Japan, Columbia (seven!), to mention only a few. – I use concise summaries of parts of a new book by Noam Chomsky[1], supported by some quotes, to find an answer.

Ideologie amerikanischer Politik          Ideology of American Politics

Noam Chomsky

Noam Chomsky ist einer der bedeutendsten lebenden Wissenschaftler, mit wichtigen, die allgemeine Sprachwissenschaft revolutionierenden Beiträgen, und Beiträgen zur analytischen Philosophie. Er ist Professor emeritus für Linguistik und Philosophie am MIT (Massachusetts Institute of Technology), und man nennt ihn oft den “Vater der modernen Linguistik”. In der breiteren Öffentlichkeit ist er besonders bekannt durch seine Bücher und Essays über politische Entwicklungen unter Berücksichtigung historischer und wirtschaflicher Zusammenhänge. Seine die amerikanische Politik scharf kritisierenden Bücher “Hegemony or Survival” (Hegemonie oder Überleben), “Failed States” (Gescheiterte Staaten), unter anderem, sind Bestseller. Sein jüngstes Buch, “Hopes and Prospects” (Hoffnungen und Aussichten), ist eine Sammlung von Essays über neuere politische Entwicklungen. Das erste Kapitel in diesem Buch (Globalization for whom?) gibt eine präzise Darstellung der geschichtlichen Grundlagen amerikanischer Politik. Welche Prinzipien haben die Handlungen amerikanischer Regierungskreise bestimmt und bestimmen sie? Und sind diese Prinzipien einmalig?

 

Globalisierung für wen?

Das erste Kapitel von Noam Chomskys Buch behandelt die  Folgen der Globalisierung und die ihr zugrunde liegende Ideologie. Ein kurzer Abriss mit einigen Auszügen (in Parenthesen, meine Übersetzungen) folgt.

1 – Kolonisierung

Seiten 3-6: Auf den ersten Seiten des Buches erwähnt Chomsky die ” scheusslichen Konsequenzen für die eingeborene Bevölkerung, und bald auch für die hierher gebrachten Afrikaner in einer der schlimmsten Episoden der Geschichte”, die die Kolonisierung der westlichen Hemisphäre hatte. Er erwähnt weiter Grossbritanniens schreckliche Verbrechen in Indien, sowie 1492, “als christliche Eroberer ihre barbarische Herrschaft über die fortgeschrittenste und toleranteste Zivilisation in Europa, das Spanien der Mauren” antraten, was die Zerstörung eines Grossteils des klassischen Lernens zur Folge hatte, ähnlich der durch die Invasion der Mongolen im Iraq verursachte Zerstörung, und der “noch schlimmeren Zerstörung der Zivilisation im Laufe der U.S.-britischen Invasion des Iraqs”.

Chomsky weisst darauf hin, dass die Gründe der europäischen Erfolge die durch den “europäischen Schmutz” verursachten Epidemien waren, die die viel gesünderen Populationen in der westlichen Hemisphäre dezimierten, und die militärische Überlegenheit (und keinesfalls irgendwelche sozialen, moralischen oder natürlichen Vorzüge). Die Eingeborenenen Amerikas und Südostasien waren schockiert über die “alles zerstörende Furie der europäischen Kriegführung”.

Die  westliche Hemisphäre zur Zeit vor der europäischen Kolonisierung besass einige der “fortgeschrittensten Zivilisationen” auf Erden. Im östlichen Bolivien, heute eines der ärmsten Länder, existierte eine der “grössten, eigenartigsten und ökologisch reichsten Kulturlandschaften” auf Erden, mit vielleicht einer Million Menschen. In Peru war das Inka-Imperium das grösste auf Erden. In den Vereinigten Staaten lebten vielleicht sieben Millionen Eingeborene, bis 1900 auf wenige hunderttausende reduziert.

Er erwähnt, dass China und Indien die “hauptsächlichen kommerziellen und industriellen Zentren der Welt” waren.

Seiten 7ff. Chomsky hat sich in früheren Büchern eingehend mit Haiti beschäftigt, mit dessen Geschichte er wohl vertraut ist. Hier sagt er, dass Haiti “wahrscheinlich die reichste Kolonie der Erde…die Quelle eines Grossteils des Reichtums Frankreichs” war. Chomsky beschreibt im Detail, wie Haiti 1804 die von den USA und Grossbritannien unterstützten französischen Kolonialherren verjagte, jedoch  hohe Reparationen an Frankreich zahlen musste, die bis heute nicht abgezahlt sind und von  denen sich Haiti bis heute nicht erholt hat. Erst vor kurzem wurde der demokratisch gewählte Präsident von Haiti, der Zahlung der Reparationen beenden wollte, von den USA und Frankreich vertrieben. Die USA waren bereits früher (1915) in Haiti einmarschiert und hatten die de facto Sklaverei wiederhergestellt, mit vielen tausenden von Toten, und damit den Weg für die Übernahme des Landes durch amerikanische Korporationen frei gemacht (nicht in Chomsky: einer der prominentesten amerikanischen evangelikalen Prediger hat nach dem zerstörenden Erdbeben in Haiti in diesem Jahr öffentlicht erklärt, dass das Erdbeben die Strafe Gottes für den Pakt Haitis mit dem Teufel sei, vor zweihundert Jahren abgeschlossen, um die Franzosen aus Haiti zu vertreiben. Zu einem nach dem verheerenden Erbeben in diesem Jahr einberufenem Treffen der Nationen, die Haiti Hilfe gewährt hatten, wurden Cuba und Venezuela nicht eingeladen, obwohl sie mehr Hilfe als andere gegeben hatten; Venezuela verzichtete sofort auf eine Schuldenrückzahlung, die anderen nicht). Chomsky beschreibt weiter, wie sich der Terror under der Diktatur der Nationalgarden und Präsident Duvalier, unterstützt durch die USA und später (unter Bush I und Clinton) unter einer militärischen Junta weiter verstärkte. “Inzwischen führte neoliberale Wirtschaftspolitik zur Abschaffung dessen, was noch von wirtschaftlicher Sovereignität geblieben war…..”

Seite 24: Chomsky schreibt, wie erstaunt die britischen Eroberer waren über den Reichtum und die vielfältige Zivilisation Bengaliens, von ihnen als einen “der reichsten Preise der Welt” betrachtet. Dacca war “so gross, bevölkert und reich  wie die City von London….” 100 Jahre später (unter britischer kolonialer Herrschaft) war die Bevölkerung von Bangladesh von 150 000 auf 30 000 gesunken in einem Land, das “zu Dschungel und Malaria zurückkehrte”. Die Briten zwangen Bauern, Mohn für die Opiumproduktion anzubauen, Opium exportiert nach China, dessen Häfen im Opiumkrieg zwangsmässig geöffnet wurden, die Chinesen dadurch unerhörten Leiden ausgesetzt. (Nicht in Chomsky: Nach der indischen Autorin  Madhusree Mukerjee: Churchill’s Secret War [2], starben mehr als eine Million 1943 in einer Hungersnot in Bengalien, nach Tom Keneally: Three Famines [3] etwa drei Millionen; Churchill lehnte es ab, Schiffe, die Getreide von Australien in das Mittelmeergebiet transportierten, nach Indien umzulenken, obwohl Australien und die USA Hilfe anboten. Hätte er in der gleichen Weise reagiert, wenn es sich nicht um Inder sondern um Briten gehandelt hätte?  Richard Toye schreibt in Churchill’s Empire [4], dass dies die Meinung Churchills über Inder war: “Ich hasse Inder, es sind tierische (beastly) Leute mit einer tierischen Religion”, die sich ” wie Kaninchen vermehrten”).

2 – Moralität der Kolonisierung

Seiten 16-17: Drei prominente amerikanische Historiker schrieben darüber in einem Standard-Lehrbuch für Oberschulen: “Demgemäss ist die Geschichte der Europäer in der leeren Neuen Welt die Geschichte der Schaffung von Zivilisation wo keine existierte”.
Diese Ansicht wurde geteilt von den kulturellen und politischen Helden der frühen U.S.-Geschichte. Walt Whitman: “Was hat das miserable, nicht effiziente Mexico zu tun mit der grossen Mission, die Neue Welt mit einer noblen Rasse zu bevölkern?” Ralph Waldo Emerson:
“Es ist sehr sicher, dass die starke britische Rasse, die jetzt weite Gegenden des Kontinentes überrannt hat, weiterhin die Spuren beseitigen muss, wie auch Mexico und Oregon, und es wird im Laufe der Zeiten kaum wichtig sein, bei welchen Anlässen und mit welchen speziellen Mitteln das getan wurde”. Der führende Historiker der amerikanischen diplomatischen Geschichte Thomas Bailey schrieb 1969: “…die vereinigten dreizehn Kolonien können sich “auf die Aufgabe konzentrieren, Bäume und Indianer zu fällen…”. George Washington: ” Wir müssen die Eingeborenen dazu bringen, unsere Territorien aufzugeben und sich in die unbegrenzten Regionen des Westens zu begeben – und später werden wir sie zwingen, auch diese zu verlassen, auf dem Weg in den Himmel. Die Territorien wurden unsere unter dem Recht der Eroberung, wie die ‘Eingeborenen’ regelmässig informiert wurden.” Thomas Jefferson “… das Land wird letzten Endes “frei von Schmutzflecken und Vermischung sein, und es wird das Nest sein, von dem aus das gesamte Amerika, Nord und Süd, bevölkert werden wird…..mit Menschen, die die gleiche Sprache sprechen.”

Seiten 19-22: Henry Knox (erster Secretary of State der Vereinigten Kolonien) erklärte im ähnlichen Sinne die völlige Ausrottung aller Indianer in den am dichtesten bevölkerten Landesteilen …. destruktiver für die Eingeborenen als das Verhalten der Eroberer von Mexico und Peru”.

Jedoch wurden auch Vorbehalte ausgedrückt, so von Präsident John Quincy Adams: “…diese unglückliche Rasse der eingeborenen Amerikaner, die wir auszurotten im Begriffe sind mit solch gnadenloser und perfider Grausamkeit …. unter den schrecklichen Sünden dieser Nation, für die Gott – wie ich glaube – uns eines Tages richten wird.”

Jedoch, selbstverständlich und bequemerweise gibt es eine andere Version der Geschichte, ausgedrückt durch den Richter am Obersten Gerichtshof Joseph Story: ” die Weisheit der Vorsehung, von uns einfachen Sterblichen nicht durchschaubar, veranlasste die Eingeborenen, wie ‘gewelktes Laub im Herbst’ zu verschwinden, obwohl die Kolonisten sie immer respektiert haben.” Oder Präsident Monroe: “Wir werden zu wirklichen Wohltätern dadurch dass wir die Eingeborenen aus ihrer Heimat vertreiben”. Oder Präsident Theodore Roosevelt (Friedens-Nobelpreisträger), der sagte, dass die europäische Expansion in den letzten 400 Jahren dem andauernden Nutzen der Eingeborenen diente (nicht in Chomsky: Papst Benedikt stellte auf seinem kürzlichen Südamerikabesuch öffentlich klar, dass die Eingeborenen ja im Grunde die Bekehrung zum Christentum wollten, wofür er scharf von Venezuelas Präsident Hugo Chavez angegriffen wurde).

 

3 – Wirtschaftliche Aggression

Seiten 80 usw.: Abgesehen von direkter militärischer Aggression, unternommen um den wirtschaftlichen Interessen des Aggressors zu dienen, zeigt die Geschichte, dass mächtige Länder wie Grossbritannien und die USA wirtschaftlichen Liberalismus für sich selbst ablehnten, d.h. sie schützten ihre Volkswirtschaften vor unerwünschten Importen, solange es in ihrem Interesse war. Schwächere Länder dagegen wurden mit verschiedenen Mitteln, darunter militärischen, gezwungen, ihre Märkte für Importe zu öffnen.  Nach Noam Chomsky schuf dies die dritte Welt. Eines der vielen Beispiele ist Haiti. Erst wenn mächtige Länder ein gewisses Niveau wirtschaftlicher Stärke erreicht hatten, öffneten auch sie ihre Märkte, jetzt Ricardos Prinzip des vergleichweisen Vorteils praktizierend.

 

4 – Die City on the Hill (Stadt auf dem Hügel)

Leuten, die das Schlechte der Kolonisierung sehen wollen, hielt der Kolumist der New York Times Roger Cohn  entgegen, dass – im Gegensatz zu anderen Staten – “Amerika als eine Idee geboren wurde, eine Stadt auf dem Hügel” (ein 1630 geprägter Begriff, der die ruhmreiche Zukunft einer neuen Nation, durch Gott geweiht, versinnbildlichte, ein inspirierender Begriff, tief in der amerikanischen Psyche verankert.)

Seite 22 usw.: und dieser Begriff hat die amerikanische Politik bis heute bestimmt, benutzt als ein Vorwand, Cuba zu kolonisieren, die Philippinen in einem mörderischen Krieg anzugreifen, wie auch den Iraq. Man kann  den Begriff auch anders formulieren, wie zum Beispiel in der Clinton-Doktrin, gemäss der die USA das Recht besitzen zur “einseitigen Anwendung von militärischer Gewalt”, “um ungehinderten Zugang zu Schlüsselmärkten, Energie- und strategischen Ressourcen zu sichern.”

 

5 – Und dies hat sich durch die Geschichte fortgesetzt und  setzt sich heute fort

Chomsky führt zahlreiche Beispiele amerikanischer militärischer und wirtschaftlicher Aggression an, und diskutiert einige ihrer Werkzeuge wie die Weltbank und den Internationalen Monetary Fund, unter anderem.
(Siehe auch http://blog.une.edu.au/klausrohde/2008/02/09/the-worlds-future-at-stake-the-us-elections
Auszüge: “Amerika ist ein Land, das sich in Kriegen wohlfühlt.
Gemäss dem Forschungsdienst des Kongresses haben die USA in den 230 Jahren seit der Unabhängigkeitserklärung andere Länder mehr als 200 mal invadiert. In der Geschichte der Nation ist das im Durchschnitt eine ausländische Invasion jede 14 Monate.— Das Budget des Pentagons, nach Korrektur für Inflation, ist ein achtel grösser als der Durchschnitt im Kalten Krieg, obwohl es keine andere Nation gibt, die ein Konkurrent auf gleicher Ebene genannt werden könnte.— Das gesamte Verteidigungsbudget ist grösser als das aller anderen Nationen zusammen.”)

6 – Doch Amerika ist nicht einzigartig

Chomsky weist wiederholt darauf hin, dass Amerika nur ein Beispiel imperialer Mächte in der Geschichte ist, die verschiedenartige Rechtfertigungen für ihre Politik benutzt haben, obwohl die Details der Methoden natürlich anders sind (Die Sowjetunion versprach ein Arbeiterparadies auf Erden, und die Nazis wollten die Welt vor den Juden retten, der Wurzel allen Übels, usw. usw.).

Noam Chomsky

Noam Chomsky (2004)
License: Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.
http://flickr.com/photos/thelastminute/97182354/in/set-72057594061270615/

Noam Chomsky is one of the most distinguished living scientists, with important contributions that have revolutionized linguistics, and with important work on analytical philosophy. He is professor emeritus of linguistics and philosophy at MIT, and is often referred to as “the father of modern linguistics”. Among the wider public, he is even better known for his many books and essays on political developments, putting them into the context of history and economics. His books “Hegemony or Survival”, “Failed States”, among others, sharply critisizing American politics, are bestsellers. His most recent book is “Hopes and Prospects”, a collection of essays that include analyses of most recent political developments. The first chapter can be used to give an explanation for what might be called the American attitude: what are the principles underlying American politics? Are these attitudes unique?

 

Globalization for Whom?

The first chapter of Noam Chomsky’s book deals with the benefits and disadvantages of globalization and the ideology behind it. A brief outline with a few excerpts (in parentheses) follows.

1 – Colonization

Pages 3-6: On the first pages of the book, Chomsky discusses the European colonization of the Americas, with “hideous consequences for the indigenous population”, and similar consequences for Africans imported by the slave trade in one of the “vilest episodes of history.” He mentions “Britain’s terrible crimes in India”, and 1492, when Christian invaders “extended their barbaric sway over the most advanced and tolerant civilization in Europe, Moorish Spain” which led to the destruction of much of the ancient records of learning, similar to the destruction resulting from the Mongol invasion of Iraq, and to “the even worse destruction of civilization in the course of the U.S.-British invasion of Iraq”.

Chomsky points out that the reasons for the European successes were the epidemics caused by the “European filth” that decimated the much healthier population of the Western hemisphere, and the military superiority (and not any “social, moral or natural advantage”). Natives in America and Southeast-Asia were appalled by the “all-destructive fury of European warfare”.

Chomsky points out that he Western hemisphere, at the time before European colonization, had some of the “most advanced civilizations” on Earth. In eastern Bolivia, now one of the poorest countries, a “wealthy, sophicticated, complex” society existed, “one of the largest, strangest, and ecologically richest artificial environments” on Earth, with perhaps one million people. In Peru, the Inka empire was the greatest on Earth. In the United States, perhaps seven million native people lived, reduced to a few hundred thousand by 1900.

Chomsky further refers to China and India, which – before colonization – were “the world’s major commercial and industrial centers”.

 

Pages 7ff: Chomsky has in earlier books discussed the fate of Haiti, with whose history he is well familiar. Here he states that Haiti “was probably the richest colony in the world” contributing much to the wealth of its colonial master, France. Chomsky describes in some detail how Haiti overthrew the French occupants which were supported by Britain and the U.S. in 1804, but had to pay a huge indemnity to this day from which Haiti never revovered. Very recently (in 2004),  the democratically elected President of Haiti, who asked to have the indemnity terminated, was overthrown by the U.S. and France. The U.S. had earlier (in 1915) invaded Haiti, restoring “virtual slavery” and killing many thousands, opening the way for the takeover of the country by U.S. corporations (not in Chomsky: a prominent U.S. evangelical preacher announced that this year’s earthquake in Haiti was punishment for the pact Haitians had concluded with the devil when overthrowing the French in their revolution 200 years ago. – To a meeting of donor nations to Haiti after its devastating earthquake, Cuba and Venezuela, which had contributed more than many if not all others, were not invited. Venezuela had canceled Haiti’s debt, the others have not). –  Chomsky describes how terror in Haiti increased under the dictatorships of the National Guard and president Duvalier, supported by the U.S., and later (under Bush I and Clinton) under a military junta.”Meanwhile neoliberal policies dismantled what was left of economic sovereignty….”.

Page 24: Chomsky points out that British colonizers “were astonished at the wealth, and sophisticated civilization of Bengal, which they regarded as one of the richest prizes in the world”. He mentions that Dacca was as great a city (in population, wealth etc.) as the city of London. However, 100 years later (under British colonial rule) the population of Bangladesh had fallen from 150,000 to 30,000 in a country “reverting to jungle and malaria”. The British forced farmers to grow poppies for opium export to China, whose ports were opened by force in the opium wars, leading to enormous sufferings of the Chinese people. (Not in Chomsky: According to the Indian author Madhusree Mukerjee: Churchill’s Secret War [2], more than a million people died 1943 in a famine in Bengal, according to Tom Keneally: Three Famines [3], about three million; Churchill refused to allow ships that were transporting cereals from Australia to the Mediterranean to be diverted to India, although the U.S. and Australia had offered help. Would he have reacted in the same way if not Indians but British people were starving? According to Richard Toye, Churchill’s Empire [4], this was the opinion of Churchill about Indians: “I hate Indians. They are beastly people with a beastly religion” who “breed like rabbits”).

 

2 – Morality of colonization

Pages 16-17: About all this, three prominent U.S. historians wrote in a standard high school textbook not long ago: “ Accordingly, the story of Europeans in the empty New World’ is the story of the creation of civilization were none existed”. Importantly, this view is shared by the cultural and political heroes of early U.S. history. Walt Whitman: “What has miserable, inefficient Mexico…to do with the great mission of peopling the New World with a noble race?” Ralph Waldo Emerson: “It is very certain that the strong British race which has now overrun much of the  continent, must also overturn that trace, and Mexico and Oregon also, and it will in the course of ages be of small import by what particular occasions and  methods it was done”. The leading scholar of U.S. diplomatic historian Thomas Bailey in 1969: “….the united thirteen colonies could “concentrate on the task of felling trees and Indians ….” George Washington: “We must induce [the Aborigines] to relinquish our Territories and to remove into the illimitable regions of the  West” – which we were to “induce” them to leave later on, for heaven. The Territories became “ours” by right of conquest as the “Aborigines” were regularly instructed.”

 

Thomas Jefferson: ,,,the country will ultimately be “free of blot or mixture”, and “it will be the nest, from which all America, North and  South, is to be peopled” ……with people speaking the same  language”.

 

Pages 19-22: “Henry Knox (first secretary of war in the united colonies) in a similar vein anounced…..the utter extirpation of all the Indians in most populous parts… more destructive to the Indian natives than the conducts of the conquerors of Mexico and Peru”.
…However, others have expressed misgivings, so President John Quincy Adams: “….that hapless race of native Americans, which we are exterminating with such merciless and perfidious cruelty, among the heinous sins of this nation, for which I believe God will one day bring [it] to judgment”.
But, of course, conveniently there is another version of history, as expressed by Supreme Court Justice Joseph Story: “the wisdom of Providence, “inscrutable to mere mortals, caused the natives to disappear like “wittered leaves of autumn” even though the colonists had “constantly respected” them””, or President Monroe: “We become in reality their benefactors by expelling natives from their homes”. Or  President Theodore Roosevelt, who said that the European expansion over the last four centuries was of lasting benefit to the natives (not in Chomsky: Pope Benedict, on his recent visit to South America, proclaimed that the natives really wanted conversion to Christianity, for which he was sharply rebuked by president Hugo Chavez of Venezuela).

3 – Economic aggression

Pages 80 etc.: Apart from direct military aggression that is undertaken to promote economic interests of the aggressor, history shows that powerful countries like Britain and the USA have refused economic liberalism, in other words, protected their economies from undesirable imports (protectionism), as long as it was in their own interest. Weaker countries, however, were induced by various means including military ones to open their markets to imports. This, according to Noam Chomsky, created the Third World. One of the many  examples is Haiti. Only once powerful countries had reached a certain level of economic strength, did they open their markets as well, now following Riccardo’s principle of comparative advantage.

 

4 – The City on the Hill

Contradicting people who see the bad in colonization, New York Times columnist Roger Cohn stated that- unlike other states – “America was born as an idea”, a city on  a hill ( the term was coined in 1630 outlining the “glorious future of a new nation ordained by God”), “an inspirational notion” that resides “deep in the American psyche”.

 

Pages 22 etc.: and this notion has governed Amercian policy to this day, used as an excuse to colonize Cuba, attack the Phillippines in a murderous war, and for the invasion of Iraq. This notion can be differently formulated, as in the Clinton doctrine, according to which the U.S. is “entitled to resort to “unilateral use of military power “ to ensure “uninhibited access to key markets, energy supplies and strategic resources”.

 

5 – And this continued through history to this day and is continuing

 

Chomsky gives numerous examples of American military and economic aggression, some of its tools including the World Bank, International Monetary Fund, among others. (See also
Extracts: “America is a country that is comfortable with war. In the 230 years since the Declaration of Independence, the US has invaded other countries on more than 200 occasions, according to the Congressional Research Service. That is an average of one foreign incursion every 14 months in the nation’s history. —– The Pentagon’s budget today, after adjusting for inflation, exceeds its Cold War average by one-eighth, though there is no longer any nation that could be called a peer competitor. — The total defence budget is bigger than that of all other nations combined.”)
 

6 – But America is not unique

And importantly, as pointed put by Chomsky repeatedly, America is just one case of imperial powers in history that have used similar justifications, although details of methods used differ of course. (The Soviet Union promised a workers’ paradise on Earth, the Nazis wanted to exterminate the jews, the source of all evil, etc.).

The bilingual setup used here was developed by Peter Baskerville. Der hier benutzte zweisprachige Setup wurde von Peter Baskerville entwickelt. (Link hier).

Über den Autor, About the Author

 

Klaus Rohde is Professor emeritus, Zoology, University of New England, Armidale NSW, Australia. Research on parasitology especially marine parasitology, evolutionary biology, ecology, ultrastructure and phylogeny of invertebrates.

About 380 publications, books: Ecology of Marine Parasites (two editions 1982, 1993, University of Queensland Press und CABI Wallingford, Oxon.; Malay-Indonesian translation); Nonequilibrium Ecology (Cambridge University Press 2005), Marine Parasitology (editor) (CSIRO Melbourne und CABI Wallingford Oxon. 2005); Satire, Politik und Kunst (Lulu 2005). About 6000 citations (2010), h- Index 35 (2006). Clarke Medal of the Royal Society of NSW; UNE award for excellence in science.

Further English knols by Klaus Rohde here.

Klaus Rohde ist Professor emeritus, Zoologie, University of New England, Armidale NSW, Australien. Forschungen über Parasitologie insbesondere Meeresparasitologie, evolutionäre Biologie, Ökologie, Ultrastruktur und Phylogenie von Wirbellosen.

Etwa 380 Veröffentlichungen, Bücher: Ecology of Marine Parasites (zwei Ausgaben 1982, 1993, University of Queensland Press und CABI Wallingford, Oxon.; Malayisch-Indonesische Übersetzung); Nonequilibrium Ecology (Cambridge University Press 2005), Marine Parasitology (Herausgeber) (CSIRO Melbourne und CABI Wallingford Oxon. 2005); Satire, Politik und Kunst (Lulu 2005). Etwa 6000 Zitierungen (2010), h- Index 35 (2006). Clarke Medaille der Royal Society of NSW; UNE Auszeichnung für hervorragende wissenschaftliche Leistungen.

Weitere deutsche Knols von Klaus Rohde hier.

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